Freitag, 22.06.2018 15:07 Uhr

Klimawandel und Forstwirtschaft in Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 23.05.2018, 17:20 Uhr
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Pressekonferenz der Land&Forst Betriebe Österreich
Pressekonferenz der Land&Forst Betriebe Österreich   Bild: Schura Euller Cook

Wien [ENA] Österreich ist mit 48 Prozent Waldanteil eines der waldreichsten Länder Europas. Für die nachhaltige Waldwirtschaft sorgen zu einem großen Teil private Waldbesitzer. 80 Prozent der Wälder sind Privateigentum.Etwa 145 000 Familien besitzen Wald und rund 300 000 Menschen finden dadurch ein Einkommen.

Die früh einsetzende Hitzewelle im letzten Jahr und die folgende lang anhaltende Trockenheit begünstigten den Borkenkäfer. Nachdem bereits 2016 und 2017 borkenkäfergeplagte Jahre waren, besteht auch heuer die Sorge. Die letzten fünf Jahre gehörten zu den wärmsten der Messgeschichte. Aufgrund der lang anhaltenden Trockenperioden kann sich der Wald nicht mehr erholen. Die Situation für die Forstwirtschaft wird immer schwieriger. Die hohe Schadholzmenge hat für die Waldbesitzer massive finanzielle Einbußen zur Folge. Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Insgesamt betragen klimatisch bedingte Schäden in der Landwirtschaft 250 Millionen Euro für das Jahr 2017 erläutert Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe in Österreich

Die Landwirtschaft war zum wiederholten Mal mit Spätfrost konfrontiert. Dies verursachte Frostschäden und Ertragsausfälle, besonders im Wein-und Obstbau. Aufgrund der klimatischen Entwicklungen war das Jahr 2017 ein schwaches Erntejahr. Die Getreideernte (ohne Mais) war mit 2,8 Millionen Tonnen mengenmäßig die schlechteste Ernte der letzten vier Jahre. Auch weltweit lag das erste Mal seit vielen Jahren die Produktionsleistung unter dem Getreideverbrauch.

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